“Die Berliner sind unfreundlich un rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die hier nicht leben können!”
Heute beim frustrierten-weil-schlechtes-Wetter-Bücherkaufen bin ich auf diese Postkarte mit einem Zitat von Anneliese Bödecker gestoßen – und musste doch sehr schmunzeln. Denn im Endeffekt bin ich die letzten Tage durch ganz ähnliche Überlegungen auch zu diesem Schluss gekommen.
Letztes Jahr bewegte mich vor allem der Gedanke, in eine Stadt zu kommen, die eine Geschichte durchlebt hat und in ihr lebt, wie sie für mich als angehende Zeitgeschichtlerin eine besonders wichtige Rolle spielt.
Es ist hier so anders als in Wien. Ich liebe Deutschland, schließlich ist es zu 50% auch meine Heimat. Obwohl Berlin mich mit seinen Menschen faszinierte, fühlte ich mich als Gast. Ein bisschen wie eine Zuschauerin. Stilles Beobachten.
Aber heute? Etwas hat sich verändert.
